Phishing über Kurzlinks und QR-Codes: So erkennen Sie die neue Quishing-Welle

Kurzlinks wie bit.ly machen lange Adressen handlich – und sind bei Cyberkriminellen genau deshalb beliebt: Das eigentliche Ziel bleibt hinter dem Kurzlink verborgen. Aus dieser Masche hat sich längst eine größere Gefahr entwickelt: Phishing per QR-Code, auch Quishing genannt.

Von Kurzlinks zu QR-Codes

Ein QR-Code ist für das menschliche Auge nicht lesbar – man sieht der schwarz-weißen Grafik nicht an, wohin sie führt. Genau das nutzen Angreifer aus. Besonders perfide: QR-Codes in PDF-Anhängen, die angeblich von der eigenen IT-Abteilung stammen und zur „Dokumentprüfung“ auffordern. Weil der Link im Bild steckt, laufen viele klassische Spam- und Link-Filter ins Leere.

Die Bedrohungslage 2025/2026

Das BSI warnt vor einer regelrechten Quishing-Welle. Die Zahl der Angriffe hat sich in der zweiten Jahreshälfte 2025 verfünffacht, rund 12 Prozent aller Phishing-Angriffe enthielten zuletzt einen QR-Code. Deutschland gehört weltweit zu den am häufigsten angegriffenen Ländern. Verstärkt wird das Ganze durch Künstliche Intelligenz: Wo früher holprige Sprache und schlechtes Design gewarnt haben, erzeugt KI heute fehlerfreie Texte und täuschend echte Log-in-Seiten.

So schützen Sie sich und Ihr Unternehmen

  • QR-Codes und Kurzlinks grundsätzlich hinterfragen – besonders in E-Mails und PDF-Anhängen.
  • Ziel-URL vor dem Öffnen prüfen; im Zweifel die Adresse manuell im Browser eingeben.
  • Keine Zugangsdaten über Links aus Nachrichten eingeben – offizielle Portale immer direkt ansteuern.
  • Mitarbeitende regelmäßig sensibilisieren (Security Awareness).
  • Technische Schutzschichten wie moderne Mail-Filter und Multi-Faktor-Authentifizierung einsetzen.

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